Aus 3 mach 1 – Ostern 2017

Leben

Leben

Der Tod hat keine Macht mehr
(Röm 6,9)

Die drei Tage, die wir begangen und gefeiert haben und heute feiern (Gründonnerstag – Karfreitag – Ostern) gehören zusammen. Dieses „triduum paschale“ ist gleichsam ein einziger Tag, ein einziges Festgeheimnis. Und sie werden verbunden und verklammert durch den Grundgedanken: Gott liebt uns Menschen.

Gott liebt die Menschen, indem er sie lebendig macht: Gott schenkt Leben und er bewahrt Leben. Gott führt aus aller Erstarrung, aus aller Verkrustung, aus tödlicher Angst und Resignation heraus und schenkt Dynamik, Schwung, Lebendigkeit, Mut, Elan.

Allerdings müssen wir uns immer wieder von dieser belebenden Liebe Gottes anstecken und in Schwung bringen lassen, wie die beiden Frauen, die zwar mit großer Furcht aber doch voller Freude zu den Jüngern eilten. Wir müssen uns aufbrechen lassen und selbst aufbrechen. Wir dürfen nicht träge und resigniert sitzen bleiben angesichts mancher weltpolitischer Ereignisse oder innerkirchlicher „Entwicklungen“. Wir dürfen nicht an alten Standorten verharren, nicht auf einmal festgelegten Standpunkten bestehen, nicht die Ruhe und Bequemlichkeit suchen; sondern wir müssen immer wieder aufbrechen, suchen, uns auf Neues, Unerwartetes, Unverhofftes einlassen.

(Die Predigten der drei österlichen Tage gibt es hier nachzulesen.)

Hosanna – Hilf doch!

Golan

Golan

Siehe, dein König kommt zu dir.
Er ist friedfertig,
und er reitet auf einer Eselin
und auf einem Fohlen,
dem Jungen eines Lasttiers.
(Mt 21,5)

Vor einer Woche habe ich mit einer Pilgergruppe von den Golanhöhen nach Syrien geblickt. Zwei Tage später gab es nur etwa 500 km entfernt einen Giftgasangriff. Heute sterben koptische Christen in Tanta und Alexandria, während wir uns an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnern.
Was für ein Gegensatz:
Jesus kommt nach Jerusalem nicht mit Panzern und schweren Waffen. Er will Jerusalem gewinnen, nicht erobern. Er will es befreien, aber nicht mit Gewalt. Und sein Einzug in der Stadt ist keine blutige Schlacht, mit vielen Todesopern. Es gibt nur einen Toten, und der ist er selber. Denn er kommt nicht, um als politischer Machthaber, als militärischer Sieger zu herrschen, sondern um sein Leben für Jerusalem zu geben, für sein Volk und für alle Menschen.

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Herausforderungen

König von Oussouye

König von Oussouye

Wer dich bittet,
dem gib,
und wer von dir borgen will,
den weise nicht ab.
(Mt 5,42)

Die vergangenen 10 Tage verbrachte ich im Senegal – in der südlichen Region Cassamance, die sich entlang des gleichnamigen Flusses zwischen Gambia und Guinea-Bissau erstreckt. Sie unterscheidet sich vor allem in der Landschaft und in der Zusammensetzung der Bevölkerung vom Rest Senegals. Die Einwohner der Casamance – insbesondere diejenigen aus der Volksgruppe der Diola – besitzen eine starke eigene Identität.

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Happy New Year, Sophie!

Dinner for one

Dinner for one

Alles war so gewesen,
wie es ihnen gesagt worden war.
Lk 2, 20b

26 x wurde „Dinner for one“ zum Jahreswechsel 2016 / 2017 im Fernsehen angeboten – in der englischen Originalversion, auf Hessisch, „op Kölsch“, Schweizerisch oder aus dem Ruhrgebiet.

Viele haben vielleicht mit der geschätzten Miss Sophie auf ihren 90. Geburtstag angestoßen. Auch ich gehöre zu ihren Verehren, das Jahr wäre kein vollkommenes, wenn ich mich nicht in die Reihe ihrer Gäste einfügen würde.

Über das Besondere an „Dinner for one“ habe ich in der Predigt nachgedacht ….

(Hier kann man es nachlesen)