Von Blunsengröstl und „Sautanz“

Blunsengröstl
Blunsengröstl

 Aber nicht alle haben die Erkenntnis. Einige, die von ihren Götzen nicht loskommen, essen das Fleisch noch als Götzenopferfleisch, und so wird ihr schwaches Gewissen befleckt.
(1 Kor 8, 7)

 

 

 

8.00 Uhr morgens, Dogmatikvorlesung (Soteriologie – Die Lehre von Christus dem Erlöser der Menschen)
Der Professor schafft es um diese Zeit, dass sich mir in kürzester Zeit der Magen umdreht. Was er von sich gibt, hört sich an, wie eine Einführung für Metzgerlehrlinge, handelt tatsächlich aber vom Opferkult der …

nichtchristlichen Antike:
„Wichtig war, dass es sich um ein fehlerfreies junges Exemplar einer essbaren Haustierart handelte; Wild war nicht zugelassen. Man bekränzte sich und das Tier, wohl um auszudrücken, dass das eigene Leben mit dem des Opfertieres verbunden ist. Dann wurde das Tier vor den Altar – oft eine Art gemauerte Feuerstelle – gebracht. Man besprengte das Tier mit Wasser, so dass es zurückzuckte; diese Kopfbewegung deutete man als zustimmendes Nicken, so als wäre das Tier freiwillig bereit, für die Umstehenden geopfert zu werden. Die Tötungsaktion bestand dann darin, dass man dem Tier die Kehle durchschnitt, so dass aus der Halsschlagader das Blut hervor schoss; mit dem aufgefangenen Blut besprengte man den Altar. Unter Gebeten und Anrufungen wurden die wertlosen Teile auf dem Altar verbrannt, meist Knochen und Fett, während man die Fleischteile röstete und bei einem großen Mahl selbst verzehrte. Einen Teil überließ man der Priesterschaft des Tempels, war dann noch Fleisch übrig, wurde es wohl mit nach Hause genommen oder auf dem Markt zum Verkauf angeboten. Die Tieropfer der Griechen waren ein ‚ritualisiertes Schlachten mit nachfolgender Fleischmahlzeit‘, vergleichbar mit dem beliebten ‚Sautanz'“
Danke, jetzt ist mir schlecht!

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Ein Gedanke zu „Von Blunsengröstl und „Sautanz“

  1. Christian Autor

    Blunsengröstl

    750 g speckige Kartoffeln
    1 Zwiebel
    50 dag Blutwurst
    2 EL Butterschmalz
    1 EL gehackte Petersilie
    Salz, Pfeffer, Kümmel, Majoran

    Kartoffeln in Salzwasser bissfest kochen. Zwiebel in dünne Ringe schneiden. Kartoffeln und Blutwurst in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. 1 El Butterschmalz erhitzen, Kartoffeln darin anbraten, wenden und langsam fertig braten. Pararell dazu in einer zweiten Pfanne Blunsenscheiben auf beiden Seiten kurz anbraten, aus der Pfanne heben und beiseite stellen. Im Bratrückstand übriges Schmalz erhitzen, Zwiebel darin anrösten. Blutwurst, Kartoffel und Petersilie untermischen. Gröstl mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Majoran abschmecken und mit Krautsalat servieren.

    Antwort

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