Joseph Haydn – zum 200. Todestag

 

Joseph Haydn
Joseph Haydn

Und David sprach zu den Obersten der Leviten, daß sie ihre Brüder zu Sängern bestellen sollten mit Musikinstrumenten, Psaltern, Harfen und Zimbeln, damit sie sich hören ließen und die Stimme mit Freuden erhöben.
(1 Chronik 15, 16)

 

Am Pfingstsonntag jährt sich der Todestag des großen Musikers zum 200. Mal.
Er hat es nicht nötig, gefeiert zu werden, die Wiener Augustiner ehren ihn seit April mit der Aufführung aller seiner 13 Messen, um seine Musik und die dahinterstehende Botschaft besser zu verstehen.
Joseph Haydn war Mozarts Lieblingskomponist. Da die beiden Musiker auch befreundet waren, feiert man – drei Tage vor dem Todestag – in der ehem. k.u.k Hofkirche St. Augustin eine Gedenkmesse für Haydn, gestaltet mit der Musik seines Freundes, dem „Requiem d-Moll“ von W. A. Mozart. – Ich bin eingeladen, (update: aktiv) dabei zu sein!

Joseph Haydn gebürtig aus Rohrau, einem Dorfe an der österreichischen Gränze gegen Ungarn, 1732 den 1ten April – in der Nacht vom 31sten März, ist unstreitig der Vater des guten Geschmaks in der Musik unsers Zeitalters. Er bahnte den Weg, auf dem Mozart zur Unsterblichkeit eingieng. Allgemein ist er gekannt, allgemein geschäzt und geliebt, und sicher erfreute sich noch kein Tonsezzer eines größern und allgemeinern Beifalls, als unser Haydn. Keiner lebte so lange in Herrlichkeit und Kraft eines ewig jugendlichen Geistes unter seinen Zeitgenossen, als Er; und so wird er auch leben unter den Nachkommen für alle Zeiten. …“Schwer wird es zwischen Haydn und Mozart den Rang zu bestimmen, wenn er sich anders unter diesen großen Geistern bestimmen läßt. Wer unter den Zeitgenossen ihrer Kunst steht über ihnen, der das könnte? Wer anders als sie könnten sich die kompetentesten Richter seyn? Und wie jeder den andern ehrte, wie jeder vor dem andern zurüktrat, jeder dem andern den Vorzug über sich einräumte, geht aus den Karakterzügen beider hervor. …Wenn wir eine Gallerie der großen Tonkünstler aufstellen, so können wir sie nur durch Mozart und Joseph Haydn eröffnen. Aber schwer wird die Wahl, wen man von beiden voranstellt. – Ein heiliges untrennbares Zwillingsgestirn der Dioskuren.“
aus: Ignaz Ferdinand Cajetan Arnold, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Nachträge zu ihren Biographien und ästhetischer Darstellung ihrer Werke, in: Gallerie der berühmtesten Tonkünstler des 18. und 19. Jahrhunderts. Erster Teil, Erfurt 1810, 79-83.

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