Viele Pfeifen bilden eine Einheit

Aufbau der Domorgel
Aufbau der Domorgel

Sie leerten den Kasten, zählten das Geld, das sich im Haus des Herrn befand,  und übergaben es abgewogen den Werkmeistern, die die Arbeiten im Haus des Herrn beaufsichtigten. Diese verwendeten es für die Zimmerleute und Bauarbeiter, die im Haus des Herrn beschäftigt waren …
(2 Kön 12,11-12)

Ein großartiges Werk entsteht da gerade in der heimatlichen Kathedrale: Der Regensburger Dom erhält endlich eine angemessene Domorgel! Viele 100.000 Menschen, die eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke im „Zentrum der kirchenmusikalischen Reformbewegung“* als Gottesdienstteilnehmer …

oder Touristen besuchen, suchen verzweifelt und wundern sich staunend, weil sie dort keine Orgel finden. Zu hören ist das Instrument wohl zur Begleitung des weltberühmten Gesangs der Regensburger Domspatzen, aber man sieht es nicht: Versteckt hinter dem alten Hochaltar im Chorraum befindet sich derzeit ein Instrument, freilich den Anforderungen der Liturgie längst nicht mehr angemessen.
1,7 Millionen Euro zzgl. weiterer Kosten für die Realisierung (Aufzug, Aufhängung, Gerüst etc.) müssen für die neue Hauptorgel aufgebracht werden – allein aus Spenden wird sie finanziert!
Seit 14. April sind Fachleute mit dem Ein- und Aufbau der neuen Hauptorgel beschäftigt. Inzwischen hat man mit der Intonation begonnen, damit die vielen Pfeifen und Register eine Einheit bilden. Da ist mir ein schöner Vergleich „unseres Regensburger“ Papstes eingefallen:

„Klemmt es hier oder dort, ist eine Pfeife verstimmt, dann ist dies zunächst vielleicht nur für ein geübtes Ohr vernehmbar. Sind mehrere Pfeifen nicht mehr richtig gestimmt, gibt es Disharmonien, und es wird unerträglich. […] Das ist ein Bild für unsere Gemeinschaft. Wie in der Orgel eine berufene Hand immer wieder die Disharmonien zum rechten Klang vereinen muß, so müssen wir auch in der Kirche in der Vielfalt der Gaben und der Charismen immer neu durch die Gemeinschaft des Glaubens den Einklang im Lob Gottes und in der geschwisterlichen Liebe finden. Je mehr wir uns durch die Liturgie in Christus verwandeln lassen, um so mehr werden wir fähig sein, auch die Welt zu verwandeln, indem wir die Güte, die Barmherzigkeit und Menschenfreundlichkeit Christi ausstrahlen.“*

Ich freue mich darauf, diese Harmonie bei der Orgelweihe zum Christkönigsfest am 22.November 2009 erstmals erklingen zu hören!

(* Benedikt XVI., 13.09.2006, Regensburg – Alte Kapelle)

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