Kehrtwende

Umkehr
Umkehr
Die Zeit ist erfüllt,
das Reich Gottes ist nahe.
Kehrt um,
und glaubt an das Evangelium!
(Mk 1,15)
Der heutige Aschermittwoch hat seinen Namen von der liturgischen Symbolhandlung der Auflegung der Asche, Zeichen der Vergänglichkeit, der Trauer und der Buße. Asche ist der kümmerliche und tote Rest, der bei der Verbrennung übrig bleibt.
Nach der biblischen Sprache des zweiten Schöpfungsberichtes hat Gott den Menschen aus Erde vom Ackerboden geformt

und ihm den Lebensatem eingehaucht (vgl. Gen 2,7). Wir sind also irdisch mit unseren Schwächen und unserem Versagen. Abraham war sich dessen bewußt, dass er Staub und Asche ist, und bekannte sich im alten Bund zu seiner Sterblichkeit.

„Bedenke, Mensch, dass du Staub bist
und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“

Wenn wir uns die gesegnete Asche, traditionell der Rest der Palmbuschen des Vorjahres, in Kreuzesform auflegen lassen, dann gestehen wir uns damit auch unser Versagen vor Gott ein und erklären uns bereit, die Fassaden der Lüge, die Masken unserer Verstellungen fallen zu lassen und nach den Tagen des ausgiebigen Feierns der ungeschminkten Wirklichkeit unseres Lebens in die Augen zu schauen.

Seit der Liturgiereform gibt das Messbuch ein zweites Wort zur Auswahl für die Auflegung des Aschenkreuzes: „Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium!“ Wir werden neutestamentlich auf den Weg der Umkehr und des Glaubens gerufen.

Beide Worte „fügen sich zu einem sinnvollen Zweiklang: Wir werden mit dem Zeichen der Vergänglichkeit in Kreuzesform bezeichnet. Dazu wird auf die Frohbotschaft verwiesen, auf das Evangelium von Jesus, der durch sein Kreuz den Tod besiegt hat.“*

* Kleinheyer, Bruno: „Heil erfahren in Zeichen. Dreißig Kapitel über Zeichen im Gottesdienst.“ München, 2. Aufl. 1987, S. 39.

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