Fürchtet Euch nicht!

 

Tabernakel in der Pfarrkirche St. Emmeram

Tabernakel in der Pfarrkirche St. Emmeram

Das Wort ist Fleisch geworden
und hat unter uns gewohnt!
(Johannesprolog)

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Predigten für mein erstes Weihnachtsfest im Dienst der Verkündigung sind fertig. Die Mesnerin hat ein Gewand (Dalmatik) für mich vorbereitet, das noch von den Zisterzienseräbten von Waldsassen stammt. Die hatten damals schon ganz schön was zu schleppen! Wenn ich an die Bedeutungdieser Botschaft denke, könnt‘ einem ja tatsächlich zum Fürchten werden. Aber es wird schon werden … Genau genommen darf ich nämlich das tun, was ich in der Hl. Nacht selbst verkündige: Ich darf den Menschen – anstelle des Engels bei den Hirten auf dem Feld – zurufen:

„Fürchtet euch nicht,
denn ich verkünde euch
eine große Freude,
die dem ganzen Volk
zuteil werden soll:
Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren;
er ist der Messias, der Herr.“

Regelmäßig melden verschiedene Medien wenige Tage ja vor Weihnachten die Sensation, Jesus sei gar nicht am 25. Dezember geboren. Diese angebliche Neuigkeit, mit der die Wahrheit der Frohen Botschaft in Frage gestellt werden soll, weiß die Kirche seit eh und je. Das Datum des Festes hat symbolischen Charakter: Bewusst haben die Christen im viertenJahrhundert begonnen, die Geburt Christi zur Wintersonnenwende zu feiern. Den Grund dafür nennt das Evangelium. Es sagtvon Christus:
„In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis. … Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt“ (Joh 1,4-5.9). Mit der Wintersonnenwende beginnt das Licht wieder zu steigen, die Tage werden länger und heller. Mir war das schon immer ein ganz bedeutender Moment! Was die Natur uns zeigt,  ist wie ein Symbol für Christus, das Licht, das in die Finsternis unserer Welt  leuchtet.
Wann ist Jesus genau geboren? Wir wissen es nicht. Es ist auch nicht entscheidend. Wichtig ist allein, dass sein Kommen Licht und Leben gebracht hat. Und dafür schien den frühen Christen der 25. Dezember ein  symbolträchtiges Datum zu sein.
„Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh 1,14). Darauf baut der ganze christliche Glaube. Das ist die entscheidende Nachricht, gar nicht nur symbolisch, sondern real: Gott ist Mensch geworden in der Krippe von Bethlehem, einer von uns, Kind wie wir!
Möge es für uns alle ein leuchtendes und vor allem gesegnetes Weihnachtsfest  2010 werden, Gott begleite uns auch im kommenden Jahr 2011 mit seinem reichen Segen!

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