Heilmittel der Unsterblichkeit

P. Ferdinand Gahbauer OSB R.I.P.

P. Ferdinand Gahbauer OSB R.I.P.

Ein großer Lehrer ist heimgegangen:

Der barmherzige Gott vollendete das Leben von Pater
Ferdinand R. Gahbauer OSB

Dr. phil. et theol. habil.
Mönch der Benediktinerabtei Ettal
Gestorben am 28. Januar 2011 in Murnau.

Seinen Tod könnte man mit dem Abbrennen einer Bibliothek vergleichen:
Unerschöpflich war sein Wissen in der Patrologie und der Alten  Kirchengeschichte. Wer seine Vorlesungen an der Hochschule Benedikt XVI. – Heiligenkreuz gehört hat, wird sich zurückerinnern  an schier endlose Reiseberichte, die mich einmal scherzhaft sein Stabilitas-Gelübde anzweifeln liesen.
Es war anstrengend, seinen wissenschaftlichen  Vorträgen zu folgen, die Fülle der Literaturempfehlungen unüberschaubar – bei den Studenten waren seine Prüfungen gefürchtet.  Aber wenn man mit „dem Inbegriff aller bayerischen Benediktiner“ danach ein  erfrischendes Bier getrunken hatte, dann war die Welt wieder in Ordnung. Prof. Gahbauer, wie wir ihn respektvoll nannten, war ein Freund seiner Schüler.

Linz 2009

Linz 2009

Linz 2009

Linz 2009

Und bei aller Trauer über seinen Tod bleibt doch auch die Erinnerung an sein unvergessliches Lachen und so  manches Zitat, das den Hörsaal zum Beben brachte: „Saukrüppel von  Donatisten“ oder die Feststellung, dass „der Herr ein Abendmahl und kein  Frühstück gestiftet“ hat und er deshalb die Frühmesse nicht zelebrieren wollte,  waren meine persönlichen Highlight’s!

Vergelt’s Gott für jedes aufbauende Wort, lieber P. Ferdinand, ruhe in Frieden – möge dir die Hl. Eucharistie nun wirklich zum „Heilmittel der Unsterblichkeit“ werden!

 

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2 Gedanken zu „Heilmittel der Unsterblichkeit

  1. Anna-Lena

    Dieser Nachruf ist wirklich sehr schön und wird diesem einzigartigen Menschen durchaus gerecht. Pater Ferdinand Gahbauer wird wohl jedem von uns Studenten im Gedächtnis bleiben. Er war großartig, liebenswert und so lebensfroh, dass er die Menschen, die um ihn herum waren mit seiner Heiterkeit anstecken konnte. Trotz schwerer Krankheit hat er nie seine Lebensfreude verloren. Er wird mir fehlen.

    Antwort

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