Am Ende mußt es ja Du machen, denn die Kirche ist Deine Kirche.

Begegnung mit Papst Benedikt XVI.

Begegnung mit Papst Benedikt XVI.
2. Januar 2008

Meister,
wir haben die ganze Nacht gearbeitet
und nichts gefangen.
(Lk 5,1)

Demut zu suchen, wäre eine gute Fastenübung! Benedetto hat es uns vorgemacht, nachdem er lange gebetet und sein Gewissen erforscht hat. Mir scheint, er hat seine persönliche „österliche Bußzeit“ etwas vorgezogen.
In der Aufregung der vergangenen Tage sind mir Worte eingefallen, die mich einige Zeit im Priesterseminar durch manche Höhen und vor allem Tiefen begleitet haben. Papst Benedikt hat sie kurz vor seinem letzten Abschied von Bayern zu Priestern und Diakonen im Freisinger Dom – seiner Weihekirche – gesprochen:
„Es muß das Miteinander von Eifer und Demut, das heißt der Anerkennung der eigenen Grenzen, geben. …

Einerseits der Eifer: Wenn wir Christus wirklich immer neu begegnen, können wir ihn nicht für uns behalten. Dann drängt es uns, zu den Armen, zu den Alten, zu den Schwachen und ebenso auch zu den Kindern und zu den Jugendlichen, zu den Menschen auf der Höhe des Lebens zu gehen, dann drängt es uns, „Evangelisten“, Apostel Jesu Christi zu sein. Aber dieser Eifer, damit er nicht leer wird und uns zerstört, muß sich mit der Demut, der Bescheidung, mit der Annahme unserer Grenzen verbinden. So vieles müsste getan werden – ich sehe, ich kann es nicht. Das gilt für die Pfarrer – ich ahne wenigstens, wie sehr – das gilt auch für den Papst; der sollte so viel tun! Und meine Kräfte reichen einfach nicht dafür aus. So muß ich lernen, das zu tun, was ich kann, und das andere Gott und den Mitarbeitern zu überlassen und zu sagen: ‚Am Ende mußt es ja Du machen, denn die Kirche ist Deine Kirche. Und Du gibst mir nur so viel Kraft, wie ich eben habe. Sie sei Dir geschenkt, denn sie kommt von Dir, aber das andere überlasse ich eben Dir.‚ Ich glaube, diese Demut, das anzunehmen – ‚Hier hört meine Kraft auf, ich überlasse es Dir, Herr, daß Du das andere tust‚ – diese Demut ist entscheidend.“

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