Auf den Spuren Jesu – Tag 2

Berg der Seligpreisungen

Berg der Seligpreisungen

Selig,
die Frieden stiften,
denn sie werden Söhne Gottes
genannt werden.
(Mt 5,9)

Den zweiten Tag unserer Pilgerreise haben wir mit der Eucharistiefeier auf dem Berg der Seligpreisungen begonnen.

An diesem Ort hat Jesus in acht knappen Sätzen das Wesentliche zusammengefasst: Die „Seligpreisungen“ sind sozusagen das „Grundgesetz“, die „Verfassung“ des Christlichen.

Aber stimmt das? Jesus redete hier gar nicht von Christen oder Nichtchristen, sondern von Haltungen und Situationen, die es bei allen Menschen gibt: Arme gibt es weiß Gott viele, die keine Christen sind. Trauernde gibt es überall, und hoffentlich auch Barmherzige, Friedfertige, für Gerechtigkeit Kämpfende. Und viele von ihnen werden verfolgt.
Geht es Jesus um das Christsein oder einfach um das Menschsein? Ich glaube, es geht Jesus darum, dass wir Menschen glücklich werden. Nicht nur einige Wenige, sondern möglichst Viele. Und dazu knüpft Jesus an dem allen Menschen ins Herz gelegten Wunsch an, glücklich zu sein. Wer will schon unglücklich sein?

Es kommt allein auf uns an. Der Mensch muss stimmen, ich muss stimmen, dann stimmt die ganze Welt. Das ist sicher kein leichter Weg. Aber wir können ihn gehen, weil Gott ihn mit uns geht.
Gott lebt mit den Menschen. Der Mensch ist zutiefst in Gottes Hand, von ihr geprägt. Gott ist dabei der Wählende. Er ruft den Menschen in der Taufe unter sein Wort, das ihm zum Auftrag wird. Unter diesem Auftrag lebt der Mensch auch die Verheißung der Seligpreisungen. Gott schützt den Menschen zugleich im Schatten seiner fügenden Hand und befähigt ihn, die Weisungen und Verheißungen zu leben, seinen Weg, den göttlichen Weg zu gehen.
Vielleicht ahnen wir in manchen lichten Augenblicken, was möglich ist und was geschehen könnte, wenn wir uns auf diesen Weg einlassen. In der Feier der Eucharistie erhalten wir die Kraft dazu. Denn in diesem Ereignis erscheint uns Jesus als der Leidende, der Tragende, der uns Tragende mit all unserem Leid und Schmerz – bis in seinen Tod. Das macht ihn glaubwürdig und schenkt unserem Glauben an ihn die Würde. Die Seligkeit, die er uns zuruft, hat ihren Grund in seiner Auferstehung, die uns immer wieder aufrichtet, neuen Mut verleiht und den Alltag bestehen lässt.
Ja, er kann uns trösten. Selig seid ihr! Denn ich kenne euer Leid.

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