Auf den Spuren Jesu – Abschied

Abu Gosh - Emmaus

Abu Gosh – Emmaus

Brannte uns nicht das Herz,
als er unterwegs
mit uns redete!
(Lk 24,32)

Vielleicht bleibt meiner Pilgergruppe aus dem heutigen Evangelium – das wir für gewöhnlich am Ostermontag hören – ein Satz hängen:
„Brannte uns nicht das Herz?“ – das Brennen im Herzen, vielleicht vergleichbar mit den „Flugzeugen im Bauch“ oder den „Schmetterlingen im Bauch“, wenn man verliebt ist und nicht so ein Brennen, das wir in den zurückliegenden Tagen oft an den Füßen verspürten. Ein Brennen, kein Stechen. Ein Brennen – eine innere Hitze, eine Glut, eine Flamme der Begeisterung, des Gerührt seins.
Unsere Reise neigt sich dem Ende entgegen. Eine gute Woche waren wir nun gemeinsam unterwegs auf den Spuren Jesu.

In der Lesung aus einer der frühesten Schriften des Neuen Testaments zitiert Paulus bereits eine ihm vorgegebene und ausformulierte Tradition zur Auferstehung. Er betont die Reihe der Zeugen, denen Jesus nach seiner Auferstehung erschienen ist, und nennt in ihr zuletzt auch sich selbst.
Keiner der von Paulus benannten Zeugen ist mehr am Leben, von keiner Stelle, die wir auf unserer Reise besucht und kennengelernt haben, wissen wir mit absoluter Sicherheit, ob Jesus dort seinen Fuß auf die Erde gesetzt hat. Und dennoch gibt es bis heute Zeugen und Zeugnisse seiner Auferstehung. In unserem Glauben, der uns in der Taufe geschenkt wird, können wir Jesus als den Lebendigen, als den Auferstandenen erfahren und ihn in unserem Glauben und durch unser Leben bezeugen. Vielleicht fällt es uns – gestärkt durch die Erfahrungen und Erlebnisse dieser Reise – leichter, das Feuer in unseren Herzen am Brennen zu halten!

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