Butter oder Margarine?

(c) Stiftung Warentest

(c) Stiftung Warentest

Reiche müssen darben und hungern.
Wer aber den Herrn sucht,
braucht kein Gut zu entbehren.

(Kommunionvers
vom 28. Sonntag im Jahreskreis
Ps 34 (33), 11)

Seit ich mich in Straubing selbst versorge, d.h. meine Wohnung sauber halte, versuche, die Wäsche rein und faltenfrei in den Schrank zu bringen, muss ich natürlich auch selbst auf gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Da stellt sich vor dem Kühlregal auch mal die Frage: „Was ist gesünder: Margarine oder Butter?“ Wer Recht hat, die Butter- oder die Margarinevertreter? Ich vermute, dass beide Recht haben und dass die Wahrheit über die Gesundheit oder Schädlichkeit dieser Lebensmittel jenseits vom Butter und Margarine liegt.*

Ist es nicht ähnlich, wenn Menschen ihre Glaubensüberzeugungen mit dem Anspruch der Wissenschaftlichkeit vortragen? Oder wenn jemand dem Ergebnis einer Studie die Bedeutung eines Glaubensbekenntnisses zumisst? Wer nach der Wahrheit sucht – das erleben wir als Kirche gerade in diesen Tagen sehr leidvoll – der trifft oft auf das Phänomen, dass Menschen die gleichen Erfahrungen machen, daraus aber gegensätzliche Schlüsse ziehen.

Das Evangelium des heutigen Sonntags erzählt uns, wie ein Mensch vor langer Zeit zum Glauben gekommen ist. Es zeigt uns aber zugleich auch den Weg auf, wie wir zum Glauben kommen können. Der Streit über Gottesbeweise wird uns nicht weit bringen. Er wird uns über den Butter-Margarine-Streit nicht wesentlich hinausführen. Wer seine Augen öffnet, die alltäglichen Wunder des Lebens wahrnimmt, wer bewusst und aufmerksam lebt, wird Gott auf vielfache Weise entdecken und ihm begegnen: in der Natur, in menschlichen Begegnungen, in Gesundheit und Krankheit. Vielleicht entdecke ich Gott beim Bestreichen meines Frühstücksbrotes.

zum Nachlesen

*Welche Entscheidung ich vor dem Kühlregal treffe? Sieht man doch!

Advertisements

Ein Gedanke zu „Butter oder Margarine?

  1. Hermann Woller

    Gerade hab ich mich auf der website Deiner neuen Pfarrei rumgetrieben – und jetzt frag ich mich, warum man eigentlich damals die Michaelskirche überhaupt gebaut hat, bei einer so schönen Pfarrkirche. (Das wird sich allerdings mancher auch fragen, wenn er unsere http://www.st-bonifaz-regensburg.de besucht und unsere romanische St. Georgs-Kirche dort vorfindet…

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s