Wir feiern durch heute die ganze Nacht*

Geburtsgrotte

Geburtsgrotte

In dieser hochheiligen Nacht
ist uns das wahre Licht aufgestrahlt.
(aus dem Tagesgebet der Heiligen Nacht)

Wer erinnert sich nicht an den Party- und Sommerhit der Band „Culcha Candela“? Er lief auch im zu Ende gehenden Jahr auf allen Sendern sehr erfolgreich.

Wenn Menschen beim Feiern die Nacht zum Tag machen, dann heißt das: es wird gefeiert bis es hell wird, intensiv, lange, ausgiebig. Nächte haben ihren besonderen Reiz, ihre eigene Stimmung. Nicht nur das Partyleben junger Leute, auch die Bibel ist voll von solchen Nächten, – die Nacht hat eine ganz eigene Bedeutung für das menschliche Leben:

– Nächte können lange andauern, wenn man nicht einschlafen kann;
– Nächte können kurzweilig sein, wenn man bei einem Glas Wein in ein gutes Gespräch versunken ist;
– Nächte können grausam sein, wenn Fluten steigen und Katastrophen geschehen.

Die Nacht, in die wir am 24. Dezember eintreten, ist eine ganz besondere Nacht. Wir nennen und besingen sie als „Heilige Nacht“. Vielleicht haben wir sehr hohe Erwartungen von dieser „heiligen Nacht“, erwarten Harmonie und Ruhe, den berühmten Weihnachtsfrieden. Manch einer wird aber auch mit Trauer, mit Ängsten, mit Selbstvorwürfen, mit Unzufriedenheit, mit Unsicherheit in diese „heilige Nacht“ gehen. Besonders die Kinder werden glücklich sein. Manch einer trägt in der Stille seines Herzens ganz eigene Wünsche mit in diese Heilige Nacht.

Für das Volk Israel ist die Nacht ein Zeitpunkt, an dem Gott handelt. Dann, wenn wir Menschen im Grunde machtlos sind, wenn wir mal nichts „machen“ können, sondern uns dem Schlaf überlassen – dann handelt Gott an uns.

„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;
über denen, die im Land der Finsternis wohnen,
strahlt ein Licht auf!“

Mit diesen wunderschönen Worten beschreibt der Prophet Jesaja (Jes 9,1), welche Bedeutung die Nacht und das auf-scheinende Licht für Israel hat. Dort, wo es finster ist, da kann ein kleines Licht ein wichtiger Blickpunkt sein. Das Licht, das unsere Heilige Nacht erhellt, ist nicht das Licht der Kerzen am Christbaum, auch nicht der Kerzen auf dem Altar in der Kirche. Es ist das Licht, das von der Krippe aufstrahlt.

„Denn uns ist ein Kind geboren,
ein Sohn ist uns geschenkt!“

sagt der Prophet Jesaja weiter. Das Bild aus der Geburtsgrotte zeigt es. Von Betlehem, jener Stadt die ich am 4.September zum zweiten Mal besuchen durfte, geht ein einzigartiges Licht aus. In dieser Nacht erreicht uns wieder eine besondere Botschaft: Gott hat sich klein gemacht, zeigt uns ein menschliches Gesicht. So sehr verändert ein Kind die Welt. Von ihm sagt Jesaja, es sei ein „Fürst des Friedens“. Diese Botschaft dürfen wir aus der Heiligen Nacht mitnehmen: Den Frieden und die Zufriedenheit. „Alles andere kommt dann von allein.“*

Ein frohes, gesegnetes und helles
Weihnachtsfest 2013!

* aus: „Von Allein“ auf: „Flätrate“ Band Culcha Candela. 2011
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