Nicht verdient. Sondern geschenkt!

Das Neue Rentenpaket

Das Neue Rentenpaket

Meine Augen haben
das Heil gesehen,

das du vor allen Völkern
bereitet hast.

(Lk 2,30-31)

Das Ergebnis einer US-Studie räumte vor einigen Jahren mit einem gängigen Vorurteil auf: Menschen werden mit zunehmendem Alter glücklicher. Forscher hatten rund 28.000 Menschen im Alter zwischen 18 und 88 Jahren befragt.*
Die deutsche Arbeitsministerin Nahles hat in der vergangenen Woche nach Zustimmung durch das Kabinett ihr „Neues Rentenpaket“ vorgelegt. Unter dem Motto „Nicht geschenkt. Sondern verdient!“ geht’s in Berlin dieser Tage vor allem um Gerechtigkeit, wohl aber auch um die Glückseligkeit der „Alten“. Das Evangelium berichtet uns am Fest der Darstellung des Herrn von zwei Hochbetagten, die das Eigentliche und Wesentliche ihres Lebens, das wirkliche Glück und die Erfüllung, das Heil, – nicht verdient, sondern geschenkt! – erfahren.

Der greise Simeon und die Witwe Hanna haben ihr ganzes Leben lang – die meiste Zeit wohl im Tempel – auf diesen Tag der Begegnung mit dem Messias gewartet. So scheint es ganz konsequent, dass Simeon dieses Kind in seine Arme nimmt und das sagt, was ihn so lange beschäftigt hat: Dieser Jesus ist das Licht und die Erfüllung meines Lebens – und nicht nur das, er ist das Licht und das Heil für alle Menschen dieser Erde.
Gleiches gilt auch für die Prophetin Hanna. Jahrzehntelang muss sie das Los einer Witwe mit viel Alleinsein und Einsamkeit ertragen. Hinzu kommt die Not in einer Zeit ohne Mütterrente, Altersvorsorge und Pflegeversicherung. Dennoch verbittert sie nicht und ist nicht vom Leben enttäuscht. Sie hofft vielmehr und vertraut darauf: Bei Gott gehöre ich nicht zum alten Eisen. Er hat mich nicht abgeschrieben. Er kommt sogar zu mir und lässt mich mit eigenen Augen den Messias schauen. Simeon und Hanna preisen Gott für das in Jesus Christus gekommene Heil, das er über ihr Volk hinaus allen Menschen zugedacht hat.

Wenn wir die Gesichter der beiden sympathischen Alten sehen könnten, ließe sich die Freude darauf ablesen und erahnen, was es heißt, Gott gefunden zu haben, dem Heiland begegnet und erlöst zu sein. Mehr können sie nicht mehr erwarten und dürfen in dieser Begegnung auch den Abschluss ihres Lebens sehen.
Von den beiden sympathischen alten Simeon und Hanna können wir lernen: Es lohnt sich, sich ein Leben lang einzuüben auf die letzte und endgültige Begegnung mit Gott.

Buchempfehlung:
Glück im Alter: Zu Besuch bei 21 glücklichen Menschen im Alter von 65 bis 95 Jahren
* Quelle: Die Welt, 25.04.2008

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