A Star is born

Gipfelglück

Gipfelglück

Als sie den Stern sahen,
wurden sie von
sehr großer Freude erfüllt.
(Mt 2,10)

Endlich kommt – nach Wochen und Monaten des Nebels – auch in Regensburg mal wieder die Sonne durch. Von meiner neuen Bleibe am Ziegetsberg aus sehe ich, – auch ohne Weißbier in der Hand – wie das Licht die Menschen rauszieht. „Auftanken“ nennen wir das. Auch an den Berghütten am Rande der Skipisten warten Liegestühle und laden die Menschen ein, sich nach dem Sonnenlicht auszurichten.

Diese Erfahrung zeigt uns, wie sehr wir das Licht brauchen, wie wichtig die Sonne für unser Leben ist – aber auch für die Natur: Nach Phasen der Dunkelheit sehnen wir uns nach einem Licht – nach Hoffnung, nach einem Schimmer des Lebens. Wir hoffen, so spricht der Volksmund, dass „am Ende des Tunnels ein Licht“ zu sehen ist – und meinen mit dieser Bildrede, dass die schwierigen Phasen des Lebens rasch vorüber gehen mögen. Meine Großmutter drückte es immer so aus: „Und denkst du mal, es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her!“
In der Heilige Schrift, beim alttestamentlichen Propheten Jesaja lesen wir den guten Ausgang einer solchen Sehnsucht: „Auf, werde licht, Jerusalem, denn es kommt dein Licht, und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel der Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Völker wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.“ Dieses Licht ist so anziehend, dass die „Völker“ sogar kommen und in Scharen pilgern. Aber was ist dieses Licht? Eine Himmelserscheinung?
Der Evangelist Matthäus übersetzt für uns diese vorchristliche Erfahrung in die Sprache des Neuen Testamentes. Zunächst geht es nur um einen Stern, den „Stern von Betlehem“. Doch dahinter steckt mehr! Es geht um den Messias, den neugeborenen König – die Konkurrenz für König Herodes. „A Star is born“ – „Ein Star, ein Stern flackert auf“, so würde man heute in der Regenbogenpresse schreiben. Manche erfüllt das mit Neid, wenn ein anderer etwas heller leuchtet. Die Sterndeuter erfüllt es mit solcher Freude, dass sie zu diesem neugeborenen Kind pilgern. Schauen wir doch jeden Tag wenigsten einmal zum Himmel hinauf und suchen wie sie nach unserem „Star“.

 

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