Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Ausgewachsen

Ausgewachsen

Dann nahm Jesus die Brote,
sprach das Dankgebet
und teilte an die Leute aus,
so viel sie wollten.
(Joh 6,11)

Die Erzeugung von Lebensmittel ist ein schwer überschaubarer Sektor der Weltwirtschaft geworden. Nicht nur Bauern sind damit beschäftigt. Wissenschaftler forschen, wie Pflanzen effektiver hergestellt und Tiere kostengünstiger produziert werden können. Großbetriebe setzen industrielle Methoden ein und die Nahrungsmittelindustrie verarbeitet die Produkte, bevor sie auf den Markt kommen.

Es geht um Wachstum. Aber was ist, wenn Güter knapp werden? Wenn nichts da ist, dann ist mit Teilen auch nicht viel gewonnen. Nichts kann ich kaum weiter aufteilen. Und wenig geteilt durch viel wird dadurch nicht mehr, auch wenn man es noch so oft teilen würde. Diese Einsicht ist nicht neu, aber sie ist hochaktuell: Gerade in den letzten Monaten füllt sie mit den entsprechenden Schlagzeilen alle Zeitungen und verbreitet sich – unterstützt durch jüngste Äußerungen des Bayerischen Ministerpräsidenten – landauf und landab an den Stammtischen. Ja, die Mittel, die zur Verfügung stehen vermehren sich nicht, auch wenn man sie noch so oft weiter aufteilen und verteilen möchte. Die Frage ist nur: wohin verteile ich die angeblich so knappen Mittel: z.B. 360 Millionen Euro für einen 2tägigen G7-Gipfel auf Schloss Elmau oder für über 250 Tagessätze für 60.000 Flüchtlinge.
Auch Jesus stellt die grundsätzliche Frage: Wovon leben wir? Wer kann uns in einem umfassenden Sinn ernähren? Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, ist eine alte Einsicht, die es immer neu zu bedenken gilt.

(hier zur Predigt)

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