Toleranz

Toleranzgrenze

Toleranzgrenze

Denn wer nicht gegen uns ist,
der ist für uns.
(Mk 9,40)

Was müssen wir ertragen, wo dürfen wir Grenzen setzen? Heißt Toleranz zu allem und jedem Ja sagen?
Der Apostel Johannes regt sich darüber auf, dass andere Leute auch im Namen Jesu handeln, ohne zu ihrem Kreis zu gehören. Johannes kann das nicht tolerieren. Er will es unterbinden.

Diese Haltung gibt es bis heute. Manche meinen, sie hätten „Jesus gepachtet“, weil sie Christen sind. Sie tun sich schwer damit, zu sehen und anzuerkennen, dass auch Nicht-Christen Jesus nachfolgen können, auch wenn sie nicht „zu uns“, zur Kirche, gehören.

Bei all unseren Unterschieden und Meinungsverschiedenheiten können wir doch in einer Welt des Friedens leben. Indem wir uns jedem Versuch, eine starre Uniformität zu bilden, widersetzen, können und müssen wir auf der Grundlage unserer Verschiedenheit der Sprachen, Kulturen und Religionen Einheit bilden und unsere Stimme gegen alles erheben, was einer solchen Einheit im Wege stehen könnte. Gemeinsam sind wir aufgerufen, zu jedem Versuch, Uniformität aufzuzwingen, „Nein“ zu sagen und hingegen „Ja“ zu sagen zu einer akzeptierten und versöhnten Verschiedenheit.
(Papst Franziskus während der interreligiösen Begegnung am Ground Zero/New York am 25. September 2015)

Nicht nur Papst Franziskus, nein: Jesus lädt uns zu großer Toleranz ein. „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“  Wie viele Menschen helfen an den Bahnhöfen oder den Erstaufnahmestationen für Flüchtlinge einfach, ohne große Worte zu machen. Ob sie sich dabei ausdrücklich auf Jesus berufen oder nicht, ist nicht so wichtig. Sie handeln so, wie es dem Vorbild Jesu entspricht. Darauf kommt es an, auf die Güte, die gelebte Nächstenliebe. Und sowas prägt sich ein bei denen, die diese Nächstenliebe erfahren!
Toleranz heißt, das Gute bei den anderen suchen und anerkennen, auch wenn man in Vielem nicht ihre Ansicht teilt. Diese Haltung setzt ein offenes, weites Herz voraus. Wir können sie von Jesus lernen.

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Ein Gedanke zu „Toleranz

  1. Jungianer343

    Die Welt wurde nicht “erschaffen”, sondern existiert von Natur aus (und seit ewig). Das Unbewusste im Menschen ist göttlich. Ein Mensch sollte u. a. seine Willenskraft und Liebe vergrößern. Und sich dann mit mystischen Erfahrungen gemäß M. Porète beschäftigen. Außerdem mit Geistheilung (gemäß B. Gröning) und Ereignisdeutung (gemäß C. G. Jung). Oder ein Mensch kann einen eigenen Weg gehen. Ereignisdeutung ist ein ungefährliches esoterisches Verfahren. Sehr viele esoterische Verfahren sind jedoch gefährlich, z. B. ist Hypnose gefährlich.
    Die Wissenschaft darf nicht alles erforschen. Es ist z. B. unter Umständen gefährlich, wenn ein Mensch erforscht, ob er einen freien Willen hat. Es ist denkbar, dass ein Mensch gerade durch die Erforschung der Beschaffenheit des Willens seinen freien Willen verliert. Es ist gut, dass es einen technischen Fortschritt gibt (z. B. Computer). Aber die Technologie darf nur dann weiterentwickelt werden, wenn dadurch die Gefahren nicht größer werden als sie schon sind. Es ist z. B. unter den gegebenen Umständen falsch, Hochgeschwindigkeitszüge zu bauen. Es ist sinnvoll, Faktor-X-Technologien (z. B. 0,3-Liter-Einsitzer-Autos, Linsermethode gegen Krampfadern) zu fördern. Die Verkehrsprobleme werden wesentlich reduziert, wenn fast jeder Mensch mit einem Motorrad o. ä. fährt, anstatt mit einem (Fünfsitzer-)Auto. Man sollte in einer Region mit mildem Winter leben. Dies hat u. a. den Vorteil, dass man in einem Gartenhäuschen wohnen kann, anstatt in einem teuren Haus. Man sollte sich teilweise von Wildfrüchten ernähren.

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