Darüber solltest du erst einmal schlafen

Bett

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Heute ist euch in der Stadt Davids
der Retter geboren;
er ist der Messias, der Herr.
(Lk 2, 11)

Wenn das alles tatsächlich stimmt, dass uns der Heiland der Welt in die Krippe von Bethlehem gelegt worden ist, dann ist das überwältigend.
Das kann man gar nicht auf Anhieb verstehen.
Da ist es gut, erst mal eine Nacht darüber zu schlafen.

In der Heiligen Nacht hören wir das Weihnachtsevangelium nach Lukas.
Anschaulich schildert er uns die Ereignisse von Bethlehem. Er zieht uns förmlich mitten in dieses Geschehen hinein. Man kann sich das alles so gut vorstellen, als wäre man selber dabei. Das ist auch seine Absicht. Er möchte ja, dass ich mich in meinen Gedanken zu dieser Krippe hinbewegen lasse. Der hl. Franziskus war der erste, der eine Krippe dargestellt hat und zwar mit lebenden Menschen. Menschen lassen sich ganz hineinnehmen in dieses Geschehen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag, wenn wir „einmal darüber geschlafen haben“, hören wir ein anderes Evangelium: Johannes.
Das ist ganz anders aufgebaut, will uns aber auch mitten hineinnehmen.
Dieses Evangelium will uns helfen, zu verstehen, was da in der Heiligen Nacht geschehen ist.
Es will uns Antwort geben auf die Fragen:

Was bedeutet das für uns,
was wir heute Nacht erlebt haben?
Was soll das?
Was ist dadurch anders geworden?

Johannes sagt uns:
Alles ist anders geworden.
Die Geburt Christi ist so einschneidend, dass eigentlich alles noch einmal von vorne beginnt.
Und darum erzählt er von Anfang an: von der Erschaffung der Welt durch das Wort Gottes.
Und dieses Wort Gottes ist Fleisch – echt anfassbar, ganz Mensch – geworden. Es ist Jesus, der Heiland der Welt. Schöner, deutlicher, einladender konnte Gott sich uns Menschen nicht offenbaren als in seinem Sohn. Das feiern wir an Weihnachten.

Zu so einem Kind,
zu so einem Geschenk Gottes
dürfen wir uns alle beglückwünschen
und uns gute Weihnachten wünschen.

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2 Gedanken zu „Darüber solltest du erst einmal schlafen

  1. Veronika G.

    Ernsthaft tauchte bei mir während der Christmette die Frage auf: Warum feiern wir jedes Jahr Weihnachten, es ist doch immer dasselbe, es ändert sich nichts dabei? Bis mir plötzlich klar wurde: Ich selbst ändere mich im Laufe eines Jahres, ich selbst habe mich weiterentwickelt und neue Erkenntnisse gewonnen. Darum ist es sinnvoll, immer wieder Weihnachten zu feiern und sich auf die Ankunft des Kindes in der Krippe einzulassen.

    Antwort

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