Archiv der Kategorie: Niedermünster

Bahn frei!

Bahn

Bahn

Bereitet dem Herrn den Weg!
Ebnet ihm die Straßen!
(Lk 3,4)

Es die Hindernisse und Untiefen, die Trockenheiten und Dürren in unserem menschlichen Herz, die uns trennen.
Letztlich sind es immer wieder menschliche Widerstände, die sich Gott entgegenstellen.
Und da gibt es ja eine ganze Menge: Bosheiten und Gewalttaten der Mächtigen; Lug und Trug der Reichen, die andere in Armut stürzen; Hartherzigkeit in weltlichen und religiösen Einrichtungen, die die Menschen niederdrücken statt sie aufzurichten. All das kennen wir aus eigener Erfahrung oder zumindest aus den Medien.
Warum lässt sich Gott eigentlich dadurch aufhalten?
Sollte er nicht erst recht schnell kommen und aufräumen?

(hier geht’s zur Predigt)

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König

Rio Reiser - König von Deutschland

Rio Reiser – König von Deutschland

Du sagst es, ich bin ein König.
(Joh 18,37)

Seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts feierten katholische Jugendverbände einen Bekenntnissonntag. Dieser lag ursprünglich auf dem Dreifaltigkeitssonntag, also dem Sonntag nach Pfingsten.
Vor allem unter der Naziherrschaft bekannten sich die Jugendlichen dabei gegen den Führerkult. Den Nazis war das ein Dorn im Auge und so legten sie das Reichssportfest auf diesen Termin. Die Jugendlichen jedoch wichen auf den Christkönigssonntag aus, was das Zeichen letztlich noch stärker machte:
Jesus wurde als eigentlicher König und Herrscher gefeiert: Ein klares Gegenbekenntnis zu den Machtansprüchen Hitlers.

(hier geht’s zur Predigt)

 

Schenken

Altkleider

Altkleider

Diese arme Witwe
hat mehr in den Opferkasten
hineingeworfen

als alle andern.
(MK 12,43)

In diesen Tagen gehen die Kinder wieder mit ihren Laternen und den alten Liedern durch die Straßen. Das Martins-Fest erinnert an einen Heiligen, der großherzig und spontan die Hälfte seines Mantels abgab, damit ein anderer Mensch etwas Warmes hatte. Er hatte dann selbst auch nur noch einen halben Mantel. Und die Legende weiß sogar zu berichten, der Soldat Martin habe den Mantel bezahlen müssen, wegen Beschädigung von Militär-Eigentum!
Ober er sich das alles so genau überlegt hat, als er den armen Mann vor sich sah und einfach seinen Mantel mitten durchteilte?
Stellen wir uns mal vor, Sankt Martin wäre heimgegangen, hätte aus seinem Kleiderschrank einen von vielen Mänteln herausgezogen und zum Bettler gesagt: „Da, den hab‘ ich übrig, der passt mir eh nicht mehr!“
Ob er dann unser großes Vorbild geworden wäre, dieser „heilige“ Martin?

(hier geht’s zur Predigt)

Höre!

Höre!

Höre!

Höre, Israel!
Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.
(Dtn 6,4)

„Ich möchte den jungen Menschen im Namen von uns Erwachsenen sagen: Entschuldigt uns, wenn wir euch oft kein Gehör geschenkt haben; wenn wir, anstatt euer Herz zu öffnen, eure Ohren vollgeredet haben. Als Kirche Jesu wollen wir euch mit Liebe zuhören, in der zweifachen Gewissheit, dass euer Leben für Gott kostbar ist, weil Gott jung ist und junge Menschen liebt; und dass euer Leben auch für uns kostbar ist, ja notwendig, um voranzugehen.“

Mit diesen Worten hat Papst Franziskus sich zum Ende der Bischofssynode an die jungen Menschen gewandt. Um’s „Hören“ ging es auch am 31. Sonntag im Jahreskreis.
(hier geht’s zur Predigt)