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Auf den Spuren Jesu – Tag 3

Fischerboot

Fischerboot

Werft das Netz
auf der rechten Seite
des Bootes aus
und ihr werdet etwas fangen.
(Joh 21,6)

Wie oft haben wir heute dieses Gefühl in der Kirche: Man bemüht sich, arbeitet, hat Ideen – und trotzdem bleiben die Netze leer, bleiben die Leute weg! Was machen wir falsch?
Stimmen die Methoden nicht? Ist die Kirche zu altmodisch? Oder zu angepasst? Jede Menge an Ratschlägen werden dem Bodenpersonal erteilt: Aber das bringt es nicht. Dadurch werden die leeren Fischernetze nicht voll.

Das Leben der Jünger geht nach Ostern weiter. Jesus ist auferstanden, aber nicht mehr sichtbar unter ihnen gegenwärtig. Also beschließen die Apostel, wieder zu ihrem Beruf zurückzukehren. Die Rückkehr in den Alltag ist herb. Gleich am Anfang die Erfahrung von Mühe und Vergeblichkeit. Dementsprechend groß ist ihr Frust.

„Ich gehe fischen“, sagt Petrus. Kommt in dieser kurzen Bemerkung nicht Verlegenheit hoch? Wird da nicht eine Art Leere des Herzens deutlich, die verdeckt wird mit Aktivität? Etwas, was wir auch an uns selbst beobachten können?

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Jesus betete einmal an einem anderen Ort …

Kirchturm St. Georg

Kirchturm St. Georg

Bittet , dann wird euch gegeben;
sucht, dann werdet ihr finden;
klopft an, dann wird euch geöffnet.
(Lk 11,1-13)

„Wenn’s am schönsten ist, dann soll man gehen.“ Mit diesem Satz habe ich am 6. Sonntag der Osterzeit meine Einleitung zum Gottesdienst begonnen. Ich gebe zu: Da lag damals ein Gerücht in der Luft, mit dem ich einfach gern ein bisschen spielen wollte. Es passte ja auch so schön, damals ging’s um die Abschiedsworte Jesu vor seiner Himmelfahrt.

Jetzt wird’s tatsächlich ernst: Es geht um den eigenen, persönlichen Abschied! Unser Kantor und ich selbst durften bzw. mussten  am Vorabend zum 17. Sonntag im Jahreskreis Abschied nehmen von der Pfarrei St. Georg. Der Abschied kommt – nach den Wochen des Amberger Bergfestes und des Pastoralbesuchs unseres Bischofs sowie der Nachprimiz tatsächlich zu einer Zeit, wo’s „am schönsten ist“.

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Geht!

Erntezeit

Erntezeit

Er sagte zu ihnen:
Die Ernte ist groß,
aber es gibt nur wenig Arbeiter.
Bittet also den Herrn der Ernte,
Arbeiter für seine Ernte auszusenden.
(Lk 10,2)

Das Evangeliums zum 14. Sonntag im Jahreskreis beginnt gleich mit einer überraschenden Anweisung: „Bittet den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden“, sagt Jesus. Also nicht: „Versucht alles bis zum Letzten, damit ihr Erfolg habt“, sondern: „Gott ist der Herr der Ernte, nicht ihr. Ihr habt nicht letzte, sondern höchstens die vorletzte Verantwortung, dass die Ernte eingebracht wird.“

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