Schlagwort-Archive: Benedikt XVI.

Was werden denn da die Leute sagen?

Hl. Petrus und Hl. Paulus

Hl. Petrus und Hl. Paulus

Du bist Petrus,
und auf diesen Felsen
werde ich
meine Kirche bauen

(Mt 16,18)

„Lass die Leute reden!“ Die Ärzte haben der jungen Generation aus dem Herzen gesprochen. „Was werden denn da die Leute sagen?“ Dieser oft gehörte Einwand kann Leute auf die Palme bringen. Denn dieser Satz zeugt wenig von eigenständiger Meinung, von selbständigen Entscheidungen und persönlicher Verantwortung. Gerade diese Selbständigkeit aber ist es, die eine wahre Persönlichkeit ausmacht.
Eine derart persönliche Stellungnahme fordert Jesus auch von seinen Jüngern: „Für wen haltet ihr mich?“ Petrus wurde so gefragt – und auch Paulus, der Zeltmacher aus Kleinasien legte mehrfach Zeugnis seines Glaubens an den Messias ab.
Jesus verlangt auch von uns ein persönliches Bekenntnis: „Für wen haltet ihr mich?“

(hier die Predigt zum Hochfest)

Quo nomine vis vocari?

Feuer

Feuer

So sollst du zu
den Israeliten sagen:

Der „Ich-bin-da“
hat mich zu euch gesandt.

(Ex 3,15)

Vor weniger als 48 Stunden wurde der Rücktritt Papst Benedikts XVI. wirksam, in Kürze werden – wie man hört – 115 stimmberechtigte Kardinäle in Rom zum Konklave zusammentreten, um seinen Nachfolger zu wählen. Sobald die Herren im Purpur sich mit einer Zweidrittelmehrheit auf einen Kandidaten einigen konnten, wird dieser vom Kardinaldekan gefragt werden: „Nimmst du deine kanonische Wahl zum Papst an?“. Bejaht der Gewählte, ist er sofort der neue Papst mit allen Rechten und Pflichten. Der Kardinaldekan stellt aber noch eine weitere Frage: „Quo nomine vis vocari?“ „Mit welchem Namen willst du gerufen werden?“
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Am Ende mußt es ja Du machen, denn die Kirche ist Deine Kirche.

Begegnung mit Papst Benedikt XVI.

Begegnung mit Papst Benedikt XVI.
2. Januar 2008

Meister,
wir haben die ganze Nacht gearbeitet
und nichts gefangen.
(Lk 5,1)

Demut zu suchen, wäre eine gute Fastenübung! Benedetto hat es uns vorgemacht, nachdem er lange gebetet und sein Gewissen erforscht hat. Mir scheint, er hat seine persönliche „österliche Bußzeit“ etwas vorgezogen.
In der Aufregung der vergangenen Tage sind mir Worte eingefallen, die mich einige Zeit im Priesterseminar durch manche Höhen und vor allem Tiefen begleitet haben. Papst Benedikt hat sie kurz vor seinem letzten Abschied von Bayern zu Priestern und Diakonen im Freisinger Dom – seiner Weihekirche – gesprochen:
„Es muß das Miteinander von Eifer und Demut, das heißt der Anerkennung der eigenen Grenzen, geben. …

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Liebe überwindet die Ferne, vor allem aber macht sie Nähe erträglich

Christkind in der Krippe von Amberg-St. Georg


Christkind in der Krippe von St. Georg – Amberg

Heute ist euch
in der Stadt Davids

der Retter geboren;
er ist der Messias, der Herr.
(Lk 2,1-14)

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Die Weihnachtszeit ist der Nähe besonders gewidmet. Ja, man könnte sagen, dass die Botschaft von Weihnachten die Geschichte der Erlösung als eine Geschichte der Nähe erzählt.

Gott, den die Philosophen den Ewigen und Unendlichen nennen, ist hier dem historischen Raum und der Zeit greifbar nahe gerückt: Ein Winkel in Palästina, eine Frau und ein Mann. Die weihnachtlichen Evangelien erzählen nacheinander von der Schwangerschaft, von der Geburt in der Krippe, vom Staunen der Hirte. So nimmt Rettung und Erlösung ihren Anfang. Wer sich Jesus Christus öffnet, wird die Erfahrung machen, dass die unüberbrückbare Distanz überwunden wird, dass ER die Traurigkeit eines lasch gewordenen Lebens fortbläst und eine echte Nähe zum Leben schafft. Der Messias, der Gottesknecht, kennt auch unsere Banalitäten des Alltags und selbstverständlich auch unsere allzu menschlichen Seiten, aber als Mensch gewordene Liebe Gottes ist ER der Beginn unserer „Rettungsroutine“.

(Hier meine Gedanken zur Heiligen Nacht 2012)