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Gönne dich dir selbst.

Urlaub

Urlaub

Was nützt es einem Menschen,
wenn er die ganze Welt gewinnt,
dabei aber sein Leben einbüßt?*
(Mt 16,26)
„Wenn also alle Menschen ein Recht auf dich haben, dann sei auch du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat.
Warum solltest einzig du selbst nichts von dir haben? Wie lange noch schenkst du allen anderen deine Aufmerksamkeit, nur nicht dir selber?
Bist du dir etwa selbst ein Fremder? Bist du nicht jedem fremd, wenn du dir selber fremd bist?
Ja, wer mit sich selbst schlecht umgeht, wie kann der gut sein? Denke also daran: Gönne dich dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer. Ich sage nicht: Tu das oft. Aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.“

Bernhard von Clairvaux (1091-1153), französischer Zisterzienser-Abt und Theologe
in einer Betrachtung an seinen früheren Mönch Papst Eugen III.

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AUSfahrtstag vs. AUFfahrtstag

Hanns Guck-in-die-Luft

Hanns Guck-in-die-Luft

Wenn der Hanns zur Schule ging,
stets sein Blick am Himmel hing.
Nach den Dächern, Wolken, Schwalben
schaut er aufwärts allenthalben:
Vor die eignen Füße dicht,
Ja, da sah der Bursche nicht!
(aus: „Der Struwwelpeter„)

Nachdem Christus vor den Augen der Jünger emporgehoben wurde, schauten sie ihm zum Himmel nach! Das berichtet uns am Christi-Himmelfahrts-Tag die Apostelgeschichte.
Aber dieser Blick zum Himmel wird korrigiert durch eine himmlische Stimme. Sie ist es, die den Blick der Jünger mit göttlicher Autorität auf die Erde richtet, eben „vor die eignen Füße dicht“, auf den Menschen. Österlicher Glaube zeigt sich dort, wo wir den anderen Menschen sehen. Was sich in den täglichen Sorgen und Nöten ereignet an Zuwendung, an Frage und Aufmerksamkeit, das wird für uns zu einem Zeichen des geöffneten Himmels an diesem Festtag!

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